Identität statt To-Do

Es mag dich überraschen, aber ich war lange jemand, die es lästig fand, Dinge immer wieder wegzuräumen. Es fühlte sich wie ein ewiges „Mäh-To-Do“ an, und ich hatte das Gefühl, ständig nur aufzuräumen oder Sachen an ihren Platz zu bringen.
Ich habe jeden möglichen Trick ausprobiert: die Timer-Methode (10 Minuten aufräumen), Routinen (alles sofort nach Gebrauch wegräumen, abends für Ordnung sorgen…). 
Aber am Ende des Tages blieb es eine Pflicht. Etwas, das ich nicht gern tat und zu dem ich mich immer wieder bewusst motivieren musste. Du kannst dir sicher vorstellen, wie nachhaltig das war – richtig: gar nicht.

Wie es dazu kam, dass ich mittlerweile ganz selbstverständlich alles an seinen Platz bringe und es nicht einmal mehr als „To-Do“ wahrnehme? Ich bin zu der Person geworden, die es einfach tut.

Bleib bei mir, denn hier liegt das eigentliche Gold. Es spielt keine Rolle, welche Veränderung du in deinem Leben anstrebst – was dich oft davon abhält, ist nicht nur, was du tust (oder nicht tust), sondern wer du bist, während du es tust.

Mir wurde klar, dass eine Person, die es liebt, ordentlich zu sein und alles sofort aufzuräumen, eine ganz andere Einstellung dazu hat als ich damals. Sie denkt anders darüber. Für sie ist es selbstverständlich. Also habe ich aufgehört, mich nur auf die Handlung zu konzentrieren, und mich stattdessen in die Denkweise dieser Person hineinversetzt. Und siehe da – die Handlungen folgten ganz automatisch.

Das Schöne ist: Diese Methode funktioniert für alle Lebensbereiche.

Du möchtest dich mehr bewegen, musst dich aber jedes Mal dazu aufraffen? Wie würde wohl eine Person, die Bewegung liebt, darüber denken?
Du möchtest ausmisten, aber findest nie die Motivation? Was denkt eine Person, die es liebt, Ordnung zu schaffen, über das Ausmisten?

Probier es mal aus:

  1. Suche dir eine Sache aus, die du verändern möchtest.
  2. Überlege dir, wie eine Person, die das gewünschte Verhalten bereits verinnerlicht hat, darüber denkt. Was sind ihre Gewohnheiten?
  3. Versetze dich in diese Haltung, wann immer du an die Veränderung denkst, und handle aus dieser Identität heraus.


Das Beste daran? Je öfter du die Dinge mit dieser Haltung tust und dich dabei als diese Person wahrnimmst, desto mehr nimmst du diese Identität an – und sie wird zu deinem Normal.

Ich bin gespannt, wie es dir damit ergeht! Schreib mir gern von deinen Erfahrungen oder werde Teil unserer HER tribe Community, wo wir dich auf deinem Weg unterstützen und gemeinsam an deiner Vision arbeiten können.